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30. September 2021

FP-Königsberger: ÖVPNÖ verhindert seit Jahren Hunderte Ausbildungsplätze in der Pflege!

FPÖ NÖ fordert Schulterschluss zur Schaffung des Lehrberufes „Pflege und Betreuung“

„Ich halte es für grob fahrlässig und unverantwortlich, dass die ÖVP Niederösterreich beim Lehrberuf Pflege und Betreuung seit Jahren auf der Bremse steht und blockiert! Dass unsere Jungen die Pflegekräfte von morgen sind, steht außer Frage. Damit wir eine qualitativ hochwertige Betreuung absichern können, braucht es auch die entsprechenden Ausbildungsplätze“, sagt FPÖ-Seniorensprecher LAbg. Erich Königsberger. Für die Freiheitlichen ist es erfreulich, dass eine jüngste Studie zeigt, dass sich mehr als 7.000 junge Menschen zwischen 14 und 16 Jahren eine berufliche Zukunft im Pflegebereich vorstellen können. „Das ist genau jene Zielgruppe, die wir abholen müssen. Mit einer Broschüre alleine ist es nicht getan. Es braucht schleunigst den Lehrberuf Pflege und Betreuung, mit dem wir zukunftsfähige und nachhaltige Ausbildungsplätze für unsere Jugend schaffen und zugleich unserer älteren Generation eine hochwertige Betreuung garantieren können“, sagt Königsberger. Die FPÖ NÖ verweist darauf, dass die Landes-ÖVP bisher jeden freiheitlichen Antrag zur Schaffung eines Lehrberufes abgelehnt hat. „Wir kämpfen weiter und werden den Landtag erneut damit befassen“, so Königsberger.

 

Der wachsende Bedarf an Pflegekräften kann langfristig nur gedeckt werden, wenn man junge Menschen für den Beruf gewinnt. „Viele Jugendliche entscheiden sich zwischen 15 und 17 Jahren für ihre Berufsausbildung. Solange die Politik – in diesem Fall die ÖVP Niederösterreich – nicht bereit ist, ein ordentliches Angebot zu schaffen, werden sich Tausende Jugendliche Jahr für Jahr für einen anderen Weg entscheiden. Das ist ein grober Missstand und ein Versagen der politischen Verantwortungsträger“, erklärt Königsberger. Tatsächlich kann erst ab dem 18. Lebensjahr eine zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz begonnen werden, jedoch wird zwischen Pflichtschulabschluss und Pflegeausbildung wertvolle Zeit verloren und interessierte Jugendliche orientieren sich an anderen Berufszweigen.

 

Für die Freiheitlichen gilt die Schweiz als Vorbild beim Zugang zu Pflegeberufen. Dort gibt es seit 2003 die Lehre „Fachmann/-frau Gesundheit“, welche zu den beliebtesten in der ganzen Schweiz zählt. Mehr als 4.000 Jugendliche werden jährlich in dem Lehrberuf Pflege ausgebildet. „Niederösterreich darf den Pflegenotstand nicht weiter verschlafen. Wir brauchen ein Pflegenetz, das jeden Pflegebedürftigen auffängt und keine Ungerechtigkeiten zulässt. Ein zentraler Baustein dafür ist der Lehrberuf Pflege und Betreuung“, betont Königsberger. 

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